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Ergebnis der Stiftung Warentest nicht nachvollziehbar


Ergebnis der Stiftung Warentest nicht nachvollziehbar – Fachinstitute widerlegen Testresultat zum PEGASUS Opero SL

Köln, 23. Mai 2017 – Im aktuellen Testheft  06/2017 berichtet die Stiftung Warentest u.a. über Prüfergebnisse bei Trekkingrädern. Dazu gehören auch zwei bis auf das Rahmendesign baugleiche Modelle PEGASUS Opero SL. Eine Ausführung mit Trapezrahmen war das günstigste Rad im Test. Es erhielt bei durchweg guten bis sehr guten Einzelbewertungen die Gesamtnote GUT (2,1) und liegt damit nahezu gleichauf mit dem Gesamtsieger (Note 2,0). Die grundsätzlich baugleiche Ausführung mit Diamantrahmen und geradem Oberrohr wurde hingegen auf „mangelhaft“ abgewertet. Der Grund: eine Schweißnaht zwischen Steuerrohr und Unterrohr soll gebrochen sein.

Hierzu stellen wir fest:

  1. Die Stiftung Warentest prüft nach selbst erstellten Kriterien und Prüfparametern. Daraus resultieren immer wieder Abweichungen zu den Ergebnissen der auf Normenkonformität und Qualitätskontrolle in der Fahrradbranche spezialisierten Fachinstitute.
  2. Dies zeigt sich auch vorliegend: Prüfergebnisse des Zedler Instituts für Fahrradtechnik und –sicherheit ergeben eine Übereinstimmung mit den anspruchsvollen Zedler Advanced Plus Standard-Kriterien, die deutlich über die Anforderungen der Fahrradnorm DIN EN ISO 4210 herausgehen (das Prüfergebnis ist einsehbar unter www.zeg.de). Auch beim Prüfinstitut velotech.de wurde das PEGASUS Opero SL getestet und erhielt mit der Note "Sehr Gut" die bestmögliche Bewertung (Testbericht veröffentlicht unter Velomotion http://velomotion.de) Die Anforderungen der Fahrradnorm DIN EN ISO 4210 erfüllt das PEGASUS Opero SL ohnehin.
  3. Dazu passt auch, dass die Bewertungen der Stiftung Warentest in sich nicht konsistent sind. Beim letzten Trekkingrad-Test der Stiftung Warentest führten sogar sicherheitsrelevante Lenkerbrüche oder Anrisse des Rahmens nur zu einer schlechteren Bewertung, aber nicht zu einer Abwertung auf „mangelhaft“.
  4. Verbraucherbeanstandungen zu dem von der Stiftung Warentest ermittelten Fehler sind uns nicht bekannt, obwohl das Rad baugleich seit drei Jahren verkauft wird. Im Übrigen wird ein Bruch der Schweißnaht am Steuerrohr auch durch die Rahmenkonstruktion aufgefangen. Gleichwohl muss ein solcher Fehler natürlich beseitigt werden. Dieser entspricht nicht unseren Qualitätsmaßstäben. Wir betonen aber noch einmal, dass uns dergleiche Fehlermeldungen nicht vorliegen.
  5. Klarstellen möchten wir, dass wir während der Entwicklung eines Fahrrads umfangreiche begleitende Sicherheitstests vornehmen und jedes Rad interne und externe Qualitätskontrollen durchläuft, bevor es in die Serienproduktion geht. Diese Kontrollen führen wir anhand der gültigen Fahrradnormen und den – teilweise deutlich höheren – Standards der Fachinstitute durch. Davon abweichende und uns auch nicht bekannte Versuchsanordnungen der Stiftung Warentest können wir begreiflicherweise nicht berücksichtigen.

Die Stiftung Warentest zeichnet sich nicht das erste Mal im Fahrradsektor durch überraschende Ergebnisse aus. Im letzten Jahr führten vermeintliche Mängel bei Bremsen des Branchenprimus Magura zur Abwertung einiger E-Bikes (darunter auch eines der ZEG) und baugleiche Fahrräder erhielten von der Stiftung Warentest auch im letzten Jahr schon unterschiedliche Bewertungen.